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Nachhaltig überzeugen: Kommunikationsstrategien für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus
Nachhaltigkeit gewinnt im Tourismus zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig zeigen Erfahrungen aus der Praxis, dass Mitarbeitende in Unternehmen, Hotels oder Destinationen immer wieder mit kritischen Rückfragen, Vorbehalten oder typischen „Nachhaltigkeitsausreden“ konfrontiert werden. Aussagen wie „Die Kunden wollen das nicht“, „Nachhaltige Angebote sind zu teuer“ oder „Mein Beitrag macht ohnehin keinen Unterschied“ verdeutlichen, dass Wissen allein häufig nicht ausreicht, um nachhaltiges Handeln zu fördern.
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Zielgruppengerechte Kommunikation, um nachhaltiges Handeln zu fördern
Erkenntnisse aus der Umweltpsychologie und Verhaltensforschung zeigen vielmehr, dass Gewohnheiten, Unsicherheiten, Wertehaltungen oder wahrgenommene Zielkonflikte einen entscheidenden Einfluss auf Entscheidungen und Verhaltensweisen haben. Zielgruppengerechte Kommunikation und positive Narrative spielen daher eine zentrale Rolle, um Menschen für nachhaltiges Handeln zu gewinnen. Vor diesem Hintergrund startet Futouris gemeinsam mit den Global Communication Experts (GCE) und den Partnern über:morgen – Atelier für Zukunftsgestaltung und response & ability das Projekt „Nachhaltig überzeugen - Kommunikationsstrategien für mehr Nachhaltigkeit im Tourismus“. Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines praxisnahen Kommunikations-Toolkits, das Mitarbeitende im Tourismus dabei unterstützt, Nachhaltigkeit verständlich, motivierend und zielgruppengerecht zu kommunizieren.
„Nachhaltigkeitskommunikation muss Menschen dort erreichen, wo ihre Entscheidungen getroffen werden. Deshalb verbinden wir in diesem Projekt Erkenntnisse aus der Umweltpsychologie und Verhaltensforschung mit den praktischen Erfahrungen aus dem Tourismus. Das Ergebnis sollen alltagstaugliche Kommunikationsinstrumente sein, die Mitarbeitenden helfen, auf unterschiedliche Perspektiven einzugehen und Nachhaltigkeit greifbar zu machen.“
Tatjana Peters, Projektmanagerin Futouris
Nachhaltigkeitsausreden begegnen
Im Mittelpunkt des Projektes steht die Entwicklung von Nachhaltigkeitstypen bzw. Personas, die unterschiedliche Motive, Barrieren und Kommunikationsbedürfnisse abbilden. Für diese Typen werden typische Einwände, passende Fakten, kommunikative Hebel sowie konstruktive Reaktionsmöglichkeiten erarbeitet und visuell als Karte-Set aufbereitet.
Ein besonderer Innovationsbaustein des Projektes ist die Entwicklung eines KI-gestützten Quick-Response-Generators. Dieser soll den GCE-Mitarbeitenden künftig ermöglichen, typische Nachhaltigkeitseinwände schnell einzuordnen und passende Argumentations- und Kommunikationsansätze abzurufen.
„Nachhaltigkeit scheitert in der Praxis häufig nicht am grundsätzlichen Willen, sondern an Unsicherheiten, Gewohnheiten oder fehlenden Anknüpfungspunkten in der Kommunikation. Als Agentur, die täglich mit unterschiedlichsten Stakeholdern in Tourismus und Hotellerie arbeitet, erleben wir immer wieder, wie wichtig eine zielgruppengerechte Ansprache ist. Die im Projekt entwickelten Typologien und Kommunikationsinstrumente bieten die Chance, Nachhaltigkeit verständlicher, zugänglicher und attraktiver zu vermitteln. Wir freuen uns daher sehr, die entwickelten Ansätze nicht nur in das Projekt einzubringen, sondern sie künftig auch selbst praktisch anzuwenden und weiterzuentwickeln.“
Dr. Rainer Fornauf-Scholz; Global Communication Experts
Praxisnahe Kommunikationsinstrumente für die Branche
Die entwickelten Materialien werden gemeinsam mit Mitarbeitenden getestet und evaluiert. Anschließend werden die Ergebnisse allen Futouris Mitgliedern sowie der Branche über die Futouris Wissenswelt zur Verfügung gestellt werden.
Mit dem Projekt leisten Futouris und GCE einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Nachhaltigkeitskompetenz in der Tourismusbranche. Durch den Abbau von Barrieren, die Förderung eines offenen Dialogs und die Entwicklung praxisnaher Kommunikationsinstrumente soll Nachhaltigkeit im Tourismus künftig noch verständlicher, greifbarer und attraktiver vermittelt werden.